Hintergrund

71 % der Erdoberfläche ist mit Wasser bedeckt. Als Grundlage für alle Lebewesen auf dem Planeten Erde sind Meere Quelle einer Vielfalt an Nahrungsmitteln und Ressourcen. Gleichzeitig führen sie einen Großteil der globalen Verkehrsströme und nehmen in ihrer Funktion als Kohlenstoffspeicher Einfluss auf das Klima.

Angesichts der Ausdehnung des Weltozeans war es lange Zeit unvorstellbar, dass der Mensch den blauen Planeten nennenswert beeinflussen könnte. 70,7 % der 510 Mio. km2 Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Und obwohl die aktuell rund 7,9 Mrd. Menschen in erster Linie Bewohner der Landfläche sind, ist ihr Einfluss auf die aquatischen Ökosysteme immens. Allerdings findet die Beeinträchtigung der Meere meist über lange Zeiträume hinweg oder an Orten statt, die außerhalb des menschlichen Blickfeldes liegen und nur mithilfe aufwendiger Messungen sichtbar gemacht werden können. Dieser Umstand mindert aber nicht die weitreichenden Konsequenzen, die sie für Mensch und Umwelt nach sich ziehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die aquatischen Ökosysteme in Beziehung zueinanderstehen und die Beeinträchtigung eines (Teil-) Ökosystems auch das Gleichgewicht eines anderen (Teil-) Ökosystems stören kann. Die Ursachen für die Schädigungen liegen u. a. in der Übernutzung der Ökosysteme, einem überhöhten Nährstoffeintrag, der Einleitung von ungeklärten Abwässern und der zunehmenden Verschmutzung der Gewässer mit Kunststoffen und anderen Müllsorten.

Für das menschliche Wohlergehen ist die Nutzung der Meere heute und in Zukunft von zentraler Bedeutung. Eine nachhaltige Entwicklung der Meere und Küsten kann nur durch eine Vereinbarung unterschiedlicher Interessen und Nutzungsansprüche erreicht werden. Hierfür müssen die beteiligten Akteure um die vielfältigen Nutzungsinteressen wissen und in einen gemeinsamen Dialog treten.

Zu diesem Zweck stellt EUCC – Die Küsten Union Deutschland (EUCC-D) zahlreiche Informationen über Bedingungen und Anforderungen an ein nachhaltiges Küstenmanagement bereit, bildet Studierende und wissenschaftlichen Nachwuchs weiter und initiiert außerschulische Bildungsprojekte. Mit IKZM-D Lernen stellt EUCC-D eine E-Learning-Plattform bereit, die Fachöffentlichkeit, Nachwuchskräfte aber auch interessierte Bürger:innen ermöglicht, sich zeit- und ortsunabhängig über aktuelle Brennpunktthemen zu informieren, Hintergrundwissen anzueignen sowie branchenspezifische Informationen zu teilen.